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In Rekordzeit baute Bilfinger Berger Ungarns neueste Verkehrsader - und hält sie jetzt rund um die Uhr in Schuss. Der ungarische Staat zahlt dafür ein monatliches Entgelt.

Text: Julia Rommelfanger, Fotos: Fritz Stark

Der Blick von Tibor Paulovics wechselt von einem Straßenabschnitt zum nächsten. Es ist kurz nach Mitternacht. Vor den Augen des Dispatchers zeigen vier Bildschirme vier regennasse Teilstücke der neuen Autobahn M6, die von Budapest nach Süden in die ungarische Tiefebene führt. Zusätzlich beobachtet Paulovics die Temperatur des Asphalts und die Vorhersage der sieben Wetterstationen an der Strecke. „Der Belag wird kälter und kälter, der Regen droht zu überfrieren“, erklärt István Fricska, verantwortlich für den Betrieb der Autobahn.

Im Operations & Maintenance Center (O&M) überwacht sein Team die Strecke rund um die Uhr mit Videokameras, registriert jeden Unfall, jede Beschädigung – und jeden Wetterumschwung. Das ist gerade im Winter entscheidend, um trotz Eis und Schnee einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Logistische Meisterleistung: 58 Kilometer Autobahn in nur zwei Jahren

Die Projektgesellschaft für die M6, zu der neben Bilfinger Berger BOT auch österreichische Partner gehören, ist nicht nur für den Bau und die Finanzierung der M6, sondern auch für den Betrieb über 20 Jahre verantwortlich. „Dazu gehören beispielsweise das schnelle Ausbessern von Schäden, saubere Rastplätze – und der Winterdienst“, sagt der Geschäftsführer der Projektgesellschaft Arne Speer.

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